L E I T B I L D   Z E N T R U M  Ü B E R L E B E N

Das Zentrum ÜBERLEBEN ist eine national und international tätige Institution, die Opfern von Gewalt, Geflüchteten, Migrantinnen und Migranten Wege in eine menschenwürdige Zukunft ebnet. Wir, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentrums Überleben, fühlen uns diesem gemeinsam entwickelten Leitbild verpflichtet.

Unsere Vision

Unsere Vision ist eine Welt, in der die Menschenwürde und die Menschenrechte jedes Einzelnen unabhängig von seiner ethnischen Herkunft, Religion, sozialen Stellung, politischen Überzeugung oder seines Geschlechts gewahrt sind. Unser Ziel ist eine gewaltfreie Zukunft.

Unser Auftrag

Unseren Auftrag sehen wir darin, den Menschen, die durch Folter, Kriegsgewalt, Flucht, Verfolgung oder häusliche Gewalt schwer traumatisiert worden sind, umfassend professionelle Hilfe zu bieten. Sie sollen wieder ein eigenständiges, menschenwürdiges Leben führen und Zukunftsperspektiven entwickeln können.

Unser Selbstverständnis leitet sich aus den Grundrechten ab, wie sie im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland sowie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen festgehalten sind. Entsprechend setzen wir uns ein für die Unantastbarkeit der Menschenwürde, den Anspruch auf körperliche Unversehrtheit, das strikte Verbot unmenschlicher Behandlung und das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit.

Wir leisten unseren Beitrag zur Wahrung des Rechts auf Schutz vor Missbrauch und sexualisierter Gewalt und des Anspruchs auf Bildung und gewaltfreie Erziehung. Unser Augenmerk gilt besonders schutzbedürftigen Gruppen wie Frauen, Kindern, Jugendlichen, Alten und Behinderten.

Ziel unserer Arbeit ist auch die soziale Integration von Geflüchteten, Migrantinnen und Migranten sowie ihre gesellschaftliche Teilhabe.

Unser Weg

Wir bieten ein breit gefächertes Leistungsangebot für Opfer von Folter und anderen Formen von Gewalt, für traumatisierte Geflüchtete jeden Alters und für Migrantinnen und Migranten mit psychischen Erkrankungen. Unser Angebot umfasst medizinische und therapeutische Hilfe sowie Sozialarbeit. Weitere Schwerpunkte sind die Stärkung persönlicher Ressourcen, berufliche Qualifizierung, Spracherwerb und Bildung sowie Gewaltprävention.

Unsere Arbeit gründet auf erprobten Konzepten. Unter Einbeziehung wissenschaftlicher Begleitforschung überprüfen und optimieren wir kontinuierlich unsere Methoden und Ansätze.

Wir sind politisch unabhängig, aber nicht neutral: Wir ergreifen Partei für Opfer von Menschenrechtsverletzungen und fördern ihre Rehabilitation. Wir sehen die Verwirklichung ihrer Rechte als Teil unserer Arbeit und unterstützen die Überlebenden, gesellschaftliches Gehör zu finden.

Für die Umsetzung unserer Ziele arbeiten wir lokal und regional eng mit öffentlichen Trägern und Nichtregierungsorganisationen zusammen, auf nationaler Ebene engagieren wir uns in Fachverbänden und -gremien. Durch die Unterstützung beim Aufbau von Behandlungszentren in Gebieten, in denen Krisen zu Menschenrechtsverletzungen geführt haben, bringen wir weltweit unsere Fachkenntnis und Erfahrung ein.

Gemeinsam mit internationalen Partnerorganisationen setzen wir uns ein für Toleranz, Demokratisierung

und eine gewaltfreie Kultur der Mitmenschlichkeit. Aufklärung und Prävention sowie Fortbildung und Dokumentation betrachten wir als aktiven Beitrag zur Verhütung von Folter und anderen Formen von Gewalt.