///Spendenpartnerschaft – Study for a Soap

Titelbild: © Emmanuel Tussore Aleppo Soap, Home – 2017

Spendenpartnerschaft – Study for a Soap

Pressemitteilung

Mit der Ausstellung Study for a Soap präsentiert Emmanuel Tussore seine erste Einzelausstellung in Deutschland. Das Werk ist Teil seines laufenden Projekts Aleppo Soap, welches der ältesten Seife der Welt gewidmet istDer Erlös durch den Verkauf von Emmanuel Tussores Fotografie-Serie wird dem Zentrum ÜBERLEBEN gespendet.

Bisher sind eine Reihe von Skulpturen, Installationen und Fotografien entstanden, in denen der Künstler das Material über die unterschiedlichen Medien erkundet. Für die Galerie Benhadj&Djilali in Berlin entwickelt er eine spezifische Installation.

Eine Variante von Aleppo Soap wurde im April 2017 im Palazzo Litta in Mailand ausgestellt, wo das Werk auf große öffentliche Beachtung gestoßen ist. Ein anderer Meilenstein in seinem Oeuvre ist der Film Sirens, der 2017 auf der Berlinale gezeigt wurde. Der Film behandelt Themen wie Migration und Identitätsverlust und hinterfragt grundlegende Auffassungen von Gemeinschaft und Humanismus. Das Projekt Aleppo Soap führt die Untersuchung dieser Inhalte fort, stellt aber dabei den historischen und kulturellen Kontext der Seife aus Aleppo in den Vordergrund.

Study for a Soap wurde für die Galerieräume von Benhadj&Djilali entwickelt. Das Werk hinterfragt die Funktion des Materials, dessen Produktionsprozess und wirtschaftlichen Wert. Durch Fotografien und Installationen betritt der Besucher die einer Wohnung gleichenden Trümmer. Die Geschichte und Produkteigenschaften des Mediums Seife tragen hier wesentlich zum Verständnis des Werkes bei. Das Verfahren der Seifenherstellung wurde in der frühen Antike erfunden. Die Aleppo-Seife steht einerseits für gewisse kulturelle Errungenschaften. Betrachtet man andererseits die Seife als Material, ist sie instabil und

verformbar. Das Material kann von Tussore durch Schnitzen, Fotografieren oder Aufschichten verändert werden. Durch diese Manipulation wandelt sich die Bedeutung der Seife von einem Symbol des kultivierten Menschen zu einem zerstörerischer Gewalt.

Für Yasmine Benhadj-Djilali, Gründerin der Galerie Benhadj&Djilali, schaffen Tussores frühere Skulpturen “Assoziationen von architektonischen Relikten und urbanen Ruinen”, die direkt auf die Zerstörung von Kulturgut anspielen, die zurzeit in und um Aleppo stattfindet. Tussores „Untersuchung der urbanen Konsequenzen für gewalttätige Konflikte” steht im Einklang mit früheren Ausstellungen der Galerie und war ein Beweggrund, sein aktuelles Projekt nun in Berlin auszustellen.

Der Erlös durch den Verkauf von Emmanuel Tussores Fotografie-Serie wird der non-profit Organisation Zentrum ÜBERLEBEN gespendet, die sich seit 25 Jahren um die Behandlung und Integration von Flüchtlingen und Migranten kümmert.

Ausstellungseröffnung und -dauer

Eröffnung:12.10.2017, 18 bis 21Uhr
Ausstellungsdauer: 13.10.2017 bis 23.11.2017
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag, 12 -18 Uhr sowie nach Absprache
Ort: Benhadj&Djilali, Torstraße 170, 10115 Berlin

Weitere Informationen

Jukka Studios: www.jukkastudios.com
Emmanuel Tussore: www.emmanueltussore.com
Tadé Pays du Levant: www.tade.fr

Pressekontakt

Tel.: + 49 (0) 30 48 49 63 50
artpress@uteweingarten.de
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