Veranstaltung

Stimmen gegen die Sprachlosigkeit – Eine Intervention

Stimmen gegen die Sprachlosigkeit
– Eine Intervention

Was macht den Einsatz von Sprach- und Kulturmittlung im therapeutischen Kontext so unverzichtbar? Wie hoch ist der aktuelle Bedarf, wie herausfordernd die damit zusammenhängende Finanzierung?

Im Koalitionsvertrag hatte die Bundesregierung das Versprechen aufgenommen, die Sprach- und Kulturmittlung in die gesundheitliche Regelversorgung aufzunehmen (SGB V). Bislang handelt es sich dabei jedoch um leere Lippenbekenntnisse – die Sprachmittlung muss weiterhin größtenteils aus Spenden finanziert werden. Aus diesem Grund lädt das Zentrum ÜBERLEBEN zusammen mit Gesundheitsstadt Berlin e.V. am 18. März zur Veranstaltung „Stimmen gegen die Sprachlosigkeit – Eine Intervention“ ein. Dort werden wir uns u.a. mit Gästen aus Politik und Presse über die Relevanz von Sprach- und Kulturmittlung austauschen und klare politische Forderungen ausarbeiten.

Impulsvorträge:

Folgende Referent:innen werden dabei einen Impulsvortrag halten:

  • Prof. Dr. Dr. Andreas Heinz (Direktor Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Campus Charité Mitte): „Einsatz von Sprach- und Kulturmittler:innen – Stand und Bedarf“
  • Prof. Dr. Meryam Schouler-Ocak (Leitende Oberärztin der Psychiatrischen Institutsambulanz, Psychiatrische Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus): „Sprach- und Kulturmittlung – Daten und Fakten sowie Beispiele aus der Praxis“
  • Dr. David Keller (Abteilungsleitung BNS-Fachstelle für traumatisierte Geflüchtete und Überlebende schwerer Gewalt im Zentrum ÜBERLEBEN): „Zur Notwendigkeit von Übersetzung – eine kulturwissenschaftliche Perspektive“
  • Prof. Dr. Ulrike Kluge (Leitende Psychologin und Gruppenanalytikerin Campus Charité Mitte): Was könnte ein Gesetzesentwurf zur Regelung von Sprachmittlungsleistungen im SGB V ermöglichen?“
  • Frau Schada Ghadban (Sprach- und Kulturmittler:in im Zentrum ÜBERLEBEN): Perspektivwechsel und Notwendigkeit aus der Sicht der Sprach- und Kulturmittler:innen“
  • Dr. Kirsten Kappert-Gonther (Grüne-Bundestagsabgeordnete im Gesundheitsausschuss): „Weil gegenseitiges Verstehen die Grundlage für Gesundung ist, braucht es Sprach- und Kulturmittlung“
  • Herr Lukas Welz (Geschäftsführer der Bundesweitern Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V.): „Wie weiter bei der gesetzlichen Verankerung von Sprachmittlung?“
  • Moderation: Helena Weise (freie Journalistin mit Schwerpunkt auf Reportagen und Longreads)

Kontakt

Sollten Sie Fragen zur Veranstaltung haben, schreiben Sie gerne eine E-Mail an pr@ueberleben.org.

Datum & Zeit

18. März 2024
13:00 Uhr

Ort

Berlin

Anmeldung

Auf Einladung

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