Projekte
Transkulturelle Öffnung in der Pflege

Transkulturelle Öffnung in der Pflege: Rassismus erkennen und überwinden
Rassismus und Diskriminierungen beeinflussen den Alltag im Gesundheitswesen – mit Folgen für Gesundheit, Wohlbefinden und die Qualität der Versorgung. Betroffen sind nicht nur Patient:innen oder Pflegeempfänger:innen, sondern ebenso Pflege(fach)kräfte, Ärzt:innen, Sozialarbeiter:innen, Studierende, Auszubildende oder Lehrende.
Vor diesem Hintergrund wird die rassismuskritische und transkulturelle Öffnung von Einrichtungen im Gesundheitswesen immer wichtiger. Gleichzeitig gehören rassismuskritische und transkulturelle Kompetenzen zunehmend zu den zentralen Qualifikationen von Fachkräften im Gesundheitswesen – auch in der Pflege.
Die Grundlage dafür wird bereits in der Ausbildung gelegt. Ausbildungs- und Praxiseinrichtungen sollten deshalb ihre Strukturen, Routinen und Haltungen reflektieren und weiterentwickeln. So können sie, auch im Sinne der Qualitätssicherung, zu einem pluralen und menschenrechtsachtenden Versorgungssystem beitragen.
Hier setzt unser vom Bundesministerium für Gesundheit gefördertes Modellprojekt „Transkulturelle Öffnung in der Pflege: Rassismus erkennen und überwinden” an, das in Kooperation mit einer Berliner Pflegeschule durchgeführt wird.
Ziele: Kompetenzen stärken – Pflegequalität verbessern
Im Rahmen des Projekts werden gemeinsam mit der Pflegeschule rassismus- und diskriminierungssensible Lehr- und Lernräume sowie der professionelle Umgang mit Transkulturalität im Pflegealltag weiterentwickelt. Ziel ist es, die Pflegequalität für alle beteiligten Akteur:innen nachhaltig zu verbessern. Dazu soll bereits in der Pflegeausbildung ein bewusster und professioneller Umgang mit Transkulturalität, Machtverhältnissen und Diskriminierungen gefördert werden. Dies schließt individuelle, institutionelle sowie strukturelle Aspekte ein.
Unsere zentralen Fragen sind:
- Wie werden transkulturelle Öffnung und Rassismus derzeit in der Pflegeausbildung thematisiert?
- Welche Erfahrungen mit Rassismus und Transkulturalität machen Auszubildende, Lehrkräfte oder Praxisanleitende?
- Wie kann eine rassismuskritische und transkulturelle Pflegepraxis gelehrt, gelernt und im Alltag umgesetzt bzw. verbessert werden?
Das Projekt wird von der Wissenschaftlichen Abteilung für Trauma und Transkulturalität und der Berufsfachschule Paulo Freire im Zentrum ÜBERLEBEN umgesetzt.

Laufzeit und Förderer
Laufzeit: 10/2024 – 12/2027

Flyer und Publikationen
Publikationen:
Marcel Badra, Sabine Könninger, Agit Kadino, Marco Hahn, Maya Böhm & Yuriy Nesterko (2026): Rassismus im Gesundheitswesen – Strukturelle Ursachen, Alltagsrealitäten und Transformationsansätze in der Pflegeausbildung, in: Katharina Genz, Joost Popall-Zamjatnins et al. (Hg.) Diversity in der Pflege. Vielfalt gestalten in Bildung und Praxis. Transcript, Bielefeld. > PDF zum Download
Marcel Badra, Agit Kadino, Maya Böhm, Marco Hahn, Yuriy Nesterko, Sabine Könninger (2026): Position beziehen in der Pflege – Reflexion von Weißsein als Ansatz zum Abbau von Rassismus, in: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (Hg.) InfoDienst Migration, Flucht und Gesundheit 02/2026. > PDF zum Download
Laden Sie hier den Flyer des Projekts herunter:

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Agenturfoto mit Models gestellt, Credits siehe Foto
