Wissenschaftliche Abteilung

Ilajnafsy

Ilajnafsy“ wurde vor fast 20 Jahren als eine der ersten arabischsprachigen Online-Interventionen entwickelt. Es handelt sich um ein schreibbasiertes therapeutisches Angebot zur Behandlung von PTBS und Depressionen sowie ein niedrigschwelliges schreibbasiertes Beratungsangebot bei umschriebenen Problemen. Ilajnafsy basiert auf einem kognitiv-verhaltenstherapeutischen Ansatz, der für den arabischen Sprachraum adaptiert wurde.

Studien weisen auf erhöhte Raten von PTBS und Depressionen in der SWANA-Region hin, bei gleichzeitig häufig unzureichender psychosozialer Gesundheitsversorgung. Online-basierte Angebote können ortsunabhängig evidenzbasierte Unterstützung bei psychischer Belastung bieten. Die Wirksamkeit von Ilajnafsy wurde wiederholt wissenschaftlich bestätigt. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Die Teilnahme erfolgt über das programmeigene, passwortgeschützte Webportal und ist ausschließlich auf Arabisch möglich.

Neben unseren Behandlungsprogrammen organisieren wir regelmäßig Online-Veranstaltungen zu psychischer Gesundheit in der SWANA-Region, zu Online-Therapie sowie zur psychologischen Arbeit in Konflikt- und Postkonfliktsituationen. Sie richten sich an Fachkräfte, Forschende und Interessierte. Ziel ist es, Praktiker:innen, Forschung und Gemeinschaften zu vernetzen und den Wissensaustausch sowie die Zusammenarbeit im Bereich psychische Gesundheit (MHPSS) zu fördern.

Mehr Informationen

Detaillierte Informationen über die Therapien und Teilnahmemöglichkeiten finden Sie unter: www.ilajnafsy.com

Anschauliche Informationen sind außerdem in einem Animationsfilm, auf den Sprachen Englisch, Arabisch und Arabisch mit englischen Untertiteln, abrufbar.

Förderung

Das Projekt wird durch MISEREOR aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.
Laufzeit: 01.04.26-30.09.28

Kooperationspartner

Freie Universität Berlin und Medical School Berlin

Kontakt

Dr. Sophie Clever
wissenschaft@ueberleben.org
Tel.: (030) 30 39 06 -71

Forschung

Schwerpunkte: Wissenschaftliche Begleitung, Internet-basierte Behandlungsansätze, Konsequenzen extremer Traumatisierung und Psychodiagnostik.