Projekte
Schutzbedürftige Geflüchtete (BNS)

Berliner Netzwerk für besonders schutzbedürftige geflüchtete Menschen – Ermittlung und Feststellung (BNS)
Im Jahr 2008 wurde das Berliner Netzwerk für besonders schutzbedürftige geflüchtete Menschen (BNS) ins Leben gerufen, welches in Kooperation mit der damaligen Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales (SenGesSoz) ein dreistufiges Verfahren der Ermittlung, Feststellung und Versorgung besonders schutzbedürftiger geflüchtete Menschen in Berlin entwickelte. Das Verfahren zielte auf die Umsetzung der Vorgaben der EU-Aufnahmerichtlinien von 2003 (RL 2003/9/EG), 2013 (RL 2013/33/EU) bzw. 2024 (RL 1346/EU) ab und ist bundesweit einmalig.
Durch eine möglichst frühzeitige Ermittlung von Geflüchteten mit besonderen Bedarfen bei der Aufnahme und eine schnelle Vermittlung in eine adäquate Versorgung sollen schwerwiegende Chronifizierungen von Krankheitsbildern verhindert werden. Eine schnelle Stabilisierung stellt in vielen Fällen eine Grundvoraussetzung für eine gelungene Integration dar.
Mit dem Ziel der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Verfahrens wurden unter dem Dach des BNS in unterschiedlichen Konstellationen der Kooperationspartner:innen mehrere Projekte für unterschiedliche Personengruppen besonders Schutzbedürftiger durchgeführt. Die Netzwerkkoordination ist an das Zentrum Überleben angegliedert. Mittlerweile besteht das Netzwerk aus insgesamt sieben Berliner Nichtregierungsorganisationen.
Neben der Koordination ist im Zentrum eine von zwei BNS-Fachstellen für traumatisierte Geflüchtete und Überlebende schwerer Gewalt. Mehr zur Arbeit der Fachstelle finden Sie hier.
Von besonderer Bedeutung für die Projektpartner:innen und das gesamte Netzwerk ist die enge Kooperation von staatlichen Stellen und Nichtregierungsorganisationen, da die Versorgung vulnerabler Gruppen Geflüchteter nur im Einvernehmen mit den politischen Entscheidungsträger:innen und Leistungsstellen sichergestellt werden kann.
BNS-Website: https://bns.berlin

Netzwerkpartner:innen
AWO Kreisverband Berlin-Mitte
Fachstelle für die Ermittlung und Beratung besonders schutzbedürftiger geflüchteter Menschen und deren Unterstützer:innen. Kollegiale und mobile Beratung sowie Hinweisaufnahme in Unterkünften
Berliner Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (BZSL)
Fachstelle für Geflüchtete mit Behinderung, chronischer Erkrankung und Ältere
Beratungs- und Betreuungszentrum für junge Flüchtlinge und MigrantInnen (KommMit-BBZ)
Fachstelle für Kinder und Jugendliche
Kontakt- und Beratungsstelle für Geflüchtete und Migrant*innen (KuB)
Fachstelle für Alleinerziehende, Schwangere und Betroffene geschlechtsspezifischer Gewalt
Schwulenberatung Berlin
Fachstelle für LSBTIQ+ Geflüchtete
XENION – Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte
Fachstelle für traumatisierte geflüchtete Menschen und Überlebende schwerer Gewalt
Zentrum ÜBERLEBEN
Fachstelle für traumatisierte geflüchtete Menschen und Überlebende schwerer Gewalt
Förderer
Das Projekt wird gefördert von der Beauftragten des Senats für Partizipation, Integration und Migration aus Mitteln der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung.
