Abteilung

Wissenschaftliche Abteilung

Die wissenschaftliche Abteilung für Trauma und Transkulturalität existiert seit 1998 am Zentrum ÜBERLEBEN. Das Zentrum ÜBERLEBEN ist damit eines der wenigen psychosozialen Zentren in Deutschland, das seine praktische, klinische und psychosoziale Arbeit mit einer eigenen Abteilung wissenschaftlich begleitet und darüber hinaus national und international Forschungsprojekte umsetzt. 

Unsere wissenschaftliche Abteilung für Trauma und Transkulturalität verfolgt das Ziel, psychische Folgen von Krieg, Folter und Flucht sowie deren Kontextfaktoren wissenschaftlich zu untersuchen, Interventionsanwendungen für die Praxis zu entwickeln und Handlungsempfehlungen für psychosoziale Versorgungsplanung und Politik abzuleiten.  

Zurzeit setzen wir in einem multidisziplinären Team aus 13 Personen verschiedene Projekte in den Bereichen Online-Interventionen, Rassismus im Gesundheitswesen, Versorgungsforschung, sexualisierte Kriegsgewalt und Weiterbildung von psychosozialem Personal in Krisen- und Konfliktregionen um. 

Wir stärken die psychische Gesundheit von Menschen, die von Krieg, Flucht und Gewalt betroffen sind – mit Forschung, die wirkt.
In enger Zusammenarbeit mit den klinischen Abteilungen des Zentrum ÜBERLEBEN entwickeln wir wissenschaftlich fundierte und kultursensible Ansätze für eine verlässliche Diagnostik und wirksame Behandlung. 

Wir arbeiten mit hoher methodischer Expertise in quantitativer und qualitativer Forschung: von validen Erhebungsinstrumenten und fundierten statistischen Analysen bis zu leitfadengestützten Interviews, Fokusgruppen und partizipativen Verfahren. Unsere Forschung orientiert sich an internationalen Standards und verbindet empirische Genauigkeit mit klinischer und transkultureller Expertise. 

Wir entwickeln konkrete Instrumente für die Praxis: innovative Therapie- und Diagnostikmodule, Studien zu den psychischen Folgen von Gewalt sowie digital unterstützte Interventionen, die weltweit eingesetzt werden können. Unsere Ergebnisse veröffentlichen wir regelmäßig in renommierten nationalen und internationalen Fachzeitschriften, bringen sie aktiv in wissenschaftliche Netzwerke und Konferenzen ein und vermitteln sie in verschiedenen Weiterbildungsformaten weiter. 

Zielgruppen unserer Arbeit sind geflüchtete Menschen in Deutschland und in Konflikt- und Post-Konflikt-Kontexten. Zurzeit setzen wir Projekte in Deutschland, Syrien, der Westbank und der Ukraine um und bieten arabischsprachige Online-Interventionen in der gesamten SWANA-Region an. [hier noch Link zu Arbeitsschwerpunkten / Projekten] 

Wir arbeiten forschungsbasiert, kultursensibel und wirkungsorientiert – damit psychische Gesundheit dort gestärkt wird, wo sie am meisten bedroht ist. 

Die laufenden sowie abgeschlossenen Projekte werden in nationaler und internationaler Kooperation mit Universitäten und Fachhochschulen (u.a. der  Freien Universität Berlin, der Universität Leipzigder Medical School Berlin ), anderen Psychosozialen Zentren (z.B. Refugio München, Centra, Schwulenberatung Berlin) und Verbänden (BAfF – Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e. V.durchgeführt.  

In unseren internationalen Projekten arbeiten wir mit lokalen Partnerorganisationen zusammenDurch eine vielfältige und stetig wachsende Vernetzung mit nationalen und internationalen Organisationen im psychosozialen Bereich stellen wir die Anbindung unserer Arbeit an die Praxis sicher. 

Für die Wissenschaftliche Abteilung können dank einer Grundfinanzierung durch Prof. Jan Phillip Reemtsma (Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur) zusätzliche Drittmittel für weitere Projekte eingeworben werden. In unseren Arbeitsbereichen setzen wir Projekte über verschiedene Projektförderungen und Aufträge um und erhalten Projektförderung unter anderem von: 

  • AMCHA 
  • GIZ 
  • Misereor e.V. 
  • Bundesministerium für Gesundheit 
  • Institut für Auslandsbeziehungen / Auswärtiges Amt 
  • Asyl-, Integrations- und Migrationsfonds 

Leitung

Dr. Maya Böhm
Dr. Yuriy Nesterko

Kontakt

Tel.: (030) 30 39 06 -62
wissenschaft@ueberleben.org

Arbeitsschwerpunkte 

Versorgungsforschung

Evaluation der psychosozialen Behandlungen in der ambulanten Abteilung

Tablet-gestützte Diagnostik

Evaluation von Internet-basierten Behandlungsansätzen

Internet-basierte Behandlungs­ansätze

Ilajnafsy

Sanakun Bikhayr

ALMHAR

Konsequenzen extremer Traumatisierung

Sexualisierte Kriegsgewalt

Trans­­generationale
Weitergabe

Psychosoziale Versorgung

Psychische Belastung bei Dolmetschenden

Psychische Belastung bei Peer-Begleitenden

Transkulturelle Öffnung in der Pflege

Internationale Weiterbildungen

Ukraine

Syrien

Westbank

Publikationen