Fachstelle
Für Traumatisierte & Überlebende schwerer Gewalt

Die EU-Aufnahmerichtlinie 2024/1346/EU definiert unterschiedliche Gruppen besonderer Schutzbedürftigkeit, hierunter u.a. Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Überlebende von psychischer, physischer oder sexualisierter Gewalt. Besonders schutzbedürftige geflüchtete Menschen haben gemäß der EU-Aufnahmerichtlinie besondere Bedarfe bezüglich materieller und gesundheitlicher Versorgung und Unterbringung.
Als Fachstelle für traumatisierte Geflüchtete und Überlebende schwerer Gewalt stellen wir die besondere Schutzbedürftigkeit fest und ermitteln die daraus resultierenden Bedarfe, um einer Chronifizierung psychischer Erkrankungen entgegenzuwirken. Darüber hinaus möchten wir die Handlungssicherheit des Fachpersonals im Umgang mit besonders Schutzbedürftigen stärken.
Unser multiprofessionelles Team mit sozialarbeiterischer, psychotherapeutischer und psychiatrischer Fachkompetenz bietet Menschen, die psychisch erkrankt, traumatisiert oder Überlebende schwerer Gewalt sind:
Das Angebot der Fachstelle richtet sich an Erwachsene Menschen sowie Kinder und Jugendliche, die …
- erst seit Kurzem in Deutschland sind und möglicherweise noch keinen Asylantrag gestellt haben; sich in einem laufenden oder negativ abgeschlossenen Asylverfahren befinden,
- im Herkunftsland oder auf der Flucht schwere Gewalt oder Folter erfahren bzw. Beschwerden mit vermutetem Traumabezug haben;
- bislang noch keine oder kaum medizinische und psychotherapeutische Anbindung haben.
Darüber hinaus setzt sich die Fachstelle im Rahmen des Berliner Netzwerks für besonders schutzbedürftige geflüchtete Menschen (BNS) für die Erfassung und Benennung von Versorgungslücken und die Verbesserung der Versorgungsstrukturen ein. Die Vernetzung mit Berliner Partner:innen ist dafür ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.
Förderung
Das Projekt wird gefördert von der Beauftragten des Senats für Partizipation, Integration und Migration aus Mitteln der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung.

Weitere Infos
Flyer der behandelnden Abteilungen des Zentrum ÜBERLEBEN finden Sie hier.
Agenturfoto mit Model gestellt, Credits siehe Foto

