Wissenschaftliche Abteilung

Trans­generationale Weitergabe

Die Weitergabe von psychischen Folgen traumatischer Erlebnisse auf nachfolgende Generationen wird seit einigen Jahren vermehrt diskutiert. Neben den traumatischen Erfahrungen und deren Folgen werden z.B. der Erziehungsstil und die Kommunikation über das Erlebte als mögliche Einflussfaktoren auf eine transgenerationale Weitergabe angenommen.

Mitarbeitende der wissenschaftlichen Abteilung haben das Phänomen transgenerationaler Weitergabe bereits hinsichtlich verschiedener traumatischer Erfahrungen untersucht.

In einer Studie in Kambodscha in Zusammenarbeit mit TPO Cambodia wurden ca. 800 kambodschanische Überlebende des Khmer Rouge Regimes und deren erwachsene Kinder befragt.

In zwei Studien wurden Kinder und Enkelkinder von Holocaust-Überlebenden befragt. Die erste Studie hatte das Ziel, die Sicht auf sich selbst und die Welt sowie das allgemeine Stressempfinden der Nachkommen zu untersuchen. Dabei wurden Nachkommen kontaktiert, die entweder in Israel, den US oder in Deutschland aufwuchsen. In der zweiten Studie wurden Kinder und Enkel von ukrainisch- und russischsprachigen Holocaust-Überlebenden zu Resilienz, Diskriminierungserfahrungen und psychischer Belastung befragt.

Förderung

Auswärtiges Amt (Kambodscha), AMCHA Deutschland e.V.

Kooperation

Freie Universität Berlin, TPO Cambodia

Kontakt

Dr. Maya Böhm
Dr. Yuriy Nesterko

wissenschaft@ueberleben.org
Tel.: (030) 30 39 06 -62

Forschung

Schwerpunkte: Wissenschaftliche Begleitung, Internet-basierte Behandlungsansätze, Konsequenzen extremer Traumatisierung und Psychodiagnostik.