////Komplexe PTBS und dissoziativer Subtyp
Forschung

Komplexe PTBS und dissoziativer Subtyp

Psychodiagnostik

Die komplexe posttraumatische Belastungsstörung (kPTBS) beschreibt ein Krankheitsbild, das sich infolge schwerer, lang anhaltender Traumatisierungen entwickeln kann. Das Beschwerdebild ist neben den Symptomen der PTBS von Schwierigkeiten in der Emotionsregulation, einem negativen Selbstkonzept, sowie interpersonellen Problemen geprägt. Die komplexe PTBS wird nach aktuellem Stand in das WHO-Diagnosesystem ICD-11 als eigenständige Diagnose aufgenommen.

In Studien konnte gezeigt werden, dass einige Personen mit PTBS eine erhöhte Dissoziationsneigung aufweisen. Unter Dissoziation werden vor allem Symptome der Derealisation (Gefühl, dass die Umgebung unwirklich ist) und der Depersonalisation (Gefühl, dass der eigene Körper nicht vertraut oder fremd ist) zusammengefasst. Der dissoziative Subtyp wurde als Spezifikation der PTBS in das Diagnosesystem DSM-5 aufgenommen.

Im Zuge dieser Veränderungen in den Diagnosesystemen ist es daher von besonderem Interesse zu untersuchen, inwiefern das Störungsbild der kPTBS sowie das des dissoziativen Subtyps der PTBS auf die Patientengruppe kriegstraumatisierter geflüchteter Menschen zutrifft. Hierzu wurde eine Querschnittstudie mit Patientinnen und Patienten der Ambulanten Abteilung für Erwachsene und Tagesklinik des Zentrums durchgeführt.

Ansprechpartnerin

Dr. phil. Dipl. Psych. Nadine Stammel
Tel.: (030) 30 39 06 -32
n.stammel@ueberleben.org

Forschung

Schwerpunkte: Wissenschaftliche Begleitung, Internet-basierte Behandlungsansätze, Konsequenzen extremer Traumatisierung und Psychodiagnostik.


 
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2018-02-06T13:29:06+00:00