Forschung

Uneindeutiger Verlust

Konsequenzen extremer Traumatisierung

Das systematische Verschwinden von Personen im Rahmen von Kriegen und Konflikten ist ein in vielen Ländern auftretendes Phänomen. Das Schicksal von Verschwundenen kann häufig nie aufgeklärt werden. Durch diese Ungewissheit sind Angehörige von Verschwundenen oftmals einem Zustand zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit ausgesetzt. Langfristig kann dies negative Konsequenzen für die psychische Gesundheit mit sich bringen, die sich sowohl in somatischen Stresssymptomen als auch prolongierten Trauerreaktionen und Depression äußern.

Obwohl das Verschwinden von Personen mit weitreichenden Konsequenzen auf sowohl emotionaler als auch juristischer Ebene für die Hinterbliebenen einhergeht, ist die empirische Datenlage zu den psychischen Auswirkungen dieser ungeklärten Verluste sehr gering.

Ziel der Studie war die Untersuchung der psychischen Gesundheit von Angehörigen von Verschwundenen. Dabei sollte zunächst untersucht werden, welche psychischen Erkrankungen bei Angehörigen von Verschwundenen vorliegen.

Förderung

Das Projekt wurde gefördert vom Auswärtigen Amt.

Kooperationspartner

Freie Universität Berlin; Tierra y Vida Colombia

Ansprechpartnerin

Dipl.-Psych. Carina Heeke
c.heeke@ueberleben.org

Forschung

Schwerpunkte: Wissenschaftliche Begleitung, Internet-basierte Behandlungsansätze, Konsequenzen extremer Traumatisierung und Psychodiagnostik.


 
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2017-10-10T10:18:24+00:00