Gemeinsam zurückblicken – unser Jahresbericht 2019

Ein Regenschirm bei Wolkenbruch

Wir teilen heute mit Ihnen den Rückblick auf unser vergangenes Jahr. Im Jahresbericht 2019 haben wir viel ausprobiert und zeigen die Arbeit des Zentrum ÜBERLEBEN auf neue Weise was Texte, Themen und Grafikdesign betrifft. Mitarbeitende, die täglich für die Versorgung von unseren circa 1500 Patient*innen und Klient*innen zuständig sind, erzählen aus der Praxis. Im Text „Ein Regenschirm bei Wolkenbruch“ schreibt eine Sozialarbeiterin beispielsweise, wie der stufenweise Ablösungsprozess, den die Patient*innen bei der Nachsorge durchlaufen, aussehen kann. Damit machen wir den Leser*innen greifbar, was Psychotherapie mit schwer traumatisierten Patient*innen alles einschließt. Wir interviewen Betroffene, zeigen Methoden, dokumentieren Hilferufe und schildern Erlebnisse. Wir berichten über Projekte und unsere Highlights. Und natürlich zeigen wir transparent, wie wir mit unseren Zuwendungen und Spenden umgegangen sind.

Das letzte Jahr war für uns ein Jahr des Generationenwechsels mit dem Renteneintritt unserer langjährigen Geschäftsführerin Dr. Mercedes Hillen und dem Start des Teams aus Carsten Völz, der die Geschäftsführung übernahm sowie seiner Stellvertreterin und Verwaltungsleiterin Sarah Nenstiel. Auch in der Tagesklinik haben wir uns von Ferdinand Haenel verabschieden müssen, dessen Nachfolger als Leiter Wail Diab ist.

(PDF zum Download)

Für alle im Zentrum ÜBERLEBEN stand auch 2019 an erster Stelle, unsere Zielgruppe bestmöglich zu unterstützen: Menschen, die furchtbare Gewalt, traumatisierende Flucht oder Folter hinter sich haben genauso wie Menschen, die unsere Beratungs,- Qualifizierungs- und Bildungsangebote nutzen, um sich ein Leben mit Perspektiven aufzubauen. Unsere Arbeit fußt auf den Säulen (Akut-) Behandlung – Rehabilitation – Integration und wir setzen uns sehr engagiert für die gesellschaftliche Teilhabe unserer Patient*innen, Klient*innen und Schüler*innen ein. Gleichzeitig mussten in 2019 wieder sehr viele Menschen fliehen aufgrund gewaltsamer Konflikte, politischer Repressionen und Katastrophen. Die Not und der Bedarf an psychosozialer Versorgung von schwer traumatisierten Geflüchteten waren groß und die Versorgungsdefizite leider auch. Darum forderten wir auch 2019 die transkulturelle Öffnung des Gesundheitssystems. Denn für die Behandlung unserer Patient*innen ist eine integrierte Sprach- und Kulturmittlung unabdingbar.

Lassen Sie uns gemeinsam die positiven Geschichten in Erinnerung rufen: Wie die schwer traumatisierte Jeri aus Somalia ihr Leben in den Griff bekommt, wie Herr S. langsam die Therapie hinter sich lässt und welche Herausforderungen wir in der psychosozialen Versorgung geflüchteter Menschen laufend bewältigen. Blicken Sie gemeinsam mit uns auf die wichtigsten Erfolge zurück!

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Foto: ZÜ-Jahresberichtcover