Überlebenswege

Unser Jahresbericht 2025/2026

Juli 2025

© Malina Ebert

Wir blicken auf ein Jahr zurück, das uns einmal mehr vor Augen führt, wie wichtig Orte der Sicherheit, des Zuhörens und der Unterstützung bleiben. In unserem psychosozialen Zentrum begegnen wir täglich Menschen, die vor Krieg, Gewalt und Verfolgung fliehen mussten und bei uns nicht nur Hilfe, sondern auch ein Stück Stabilität und Hoffnung suchen.

Unser multiprofessionelles Team begleitet die Klient:innen voller Engagement und Einsatzbereitschaft, um trotz asylrechtlicher Verschärfungen und einer allgemein prekären gesundheitlichen Versorgungslage, bestmögliche Zukunftsoptionen aufzuzeigen. Nicht zuletzt aufgrund zunehmender Hürden für schutzsuchende Menschen, wird unsere Arbeit heute mehr denn je gebraucht. Auch Teilhabe zu fördern – Menschen z.B. den Zugang zu Ausbildung und Beruf zu erleichtern – ist ein elementarer Teil unserer umfassenden Angebote.

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Unsere Gesellschaft, und damit auch der soziale Sektor, sind kontinuierlich gefordert, neue Lösungsansätze zu entwickeln. Wir stellen uns dieser Anforderung und entwickeln – oftmals in Zusammenarbeit mit unseren Netzwerkpartner:innen und stets fachlich fundiert und unter wissenschaftlicher Begleitung – neue Angebote oder bestehende weiter. Unser erklärtes und strategisch verankertes Ziel ist es, dies schon jetzt, und zukünftig noch stärker, mit unseren Klient:innen gemeinsam zu tun. Sie sind Expert:innen für ihre Lebenswelt und die individuellen Herausforderungen, bringen Perspektiven ein, die wir ohne sie nicht hätten. Dieser partizipative Ansatz zieht sich wie ein roter Faden durch unser Handeln in Wissenschaft und Praxis, in zukünftigen Projekten wird er noch verstärkt. Dadurch werden unsere Angebote perspektivisch nicht nur zielgruppengerechter, sondern fördern zudem die Selbstwirksamkeit der beteiligten Klient:innen.

Mit diesem Jahresbericht möchten wir Ihnen einerseits authentische Eindrücke in unsere Tätigkeiten und Aufgabenbereiche geben. Andererseits sind die einzelnen Beiträge aus den Abteilungen und verschiedenen Arbeitsfeldern eine Einladung, zu verstehen, was unsere Mitarbeitenden bewegt und warum die menschennahe Arbeit trotz der zunehmenden Herausforderungen so erfüllend sein kann. Im Namen des gesamten Zentrums wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen. Wir freuen uns sehr über Ihr Interesse an unserer Einrichtung und möchten an dieser Stelle all unseren Unterstützer:innen, Förder:innen und Spender:innen ganz herzlich danken! Ohne Sie wäre unsere Arbeit, so wie sie aktuell stattfindet, nicht möglich. Vielen Dank für Ihr Vertrauen in uns.

Herzliche Grüße aus dem Zentrum ÜBERLEBEN
Kirstin Reichert
Geschäftsführerin

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