Abgeschlossenes Projekt

Berliner Netz­werk für besonders schutz­bedürftige Flücht­linge – BNS I

Das Modellvorhaben „Berliner Netzwerk für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge“ will sowohl die medizinische als auch die materielle Versorgung von schutzbedürftigen Flüchtlingen sicherstellen. Dabei stützt sich das Vorhaben auf die EU-Richtlinien, die Mindeststandards im Umgang mit vulnerablen Flüchtlingen festlegen.

Als besonders schutzbedürftig gelten demnach Minderjährige, unbegleitete Minderjährige, Behinderte, ältere Menschen, Schwangere, Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern und Personen, die Folter, Vergewaltigung, oder sonstige schwere Formen psychischer, physischer oder sexueller Gewalt erlitten haben.

Diese Menschen erfahren bislang oft nur unzureichend oder erst nach Jahren Unterstützung. Die Netzwerkpartner arbeiten in einem mehrstufigen Verfahren, um Vulnerabilität frühzeitig erkennen, feststellen und die dadurch entstehenden Bedarfe abdecken zu können. Das Vorliegen der Schutzbedürftigkeit und der Bedarf an Hilfemaßnahmen werden von fünf Fachstellen überprüft, deren Zuständigkeit sich nach ihren jeweiligen Arbeitsschwerpunkten richtet.

Von besonderer Bedeutung für das Netzwerk ist die enge Kooperation von staatlichen Stellen und Nichtregierungsorganisationen, da die Versorgung der vulnerablen Flüchtlingsgruppen nur im Einvernehmen mit den politischen Entscheidungsträgern und Leistungsstellen sichergestellt werden kann. Das Netzwerk soll Modellcharakter für eine bundesweite Umsetzung der EU – Richtlinien haben. Das zfm im Zentrum ÜBERLEBEN (heute Abteilung für Flüchtlingsdienste im Zentrum ÜBERLEBEN) koordiniert das Gesamtprojekt und ist Fachstelle für Flüchtlinge mit extremen Gewalterfahrungen sowie Fachstelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Laufzeit und Förderer

April 2013 bis Ende März 2015

Europäischer Flüchtlingsfonds (EFF)
UNO-Flüchtlingshilfe
Senat Berlin
Deutsches Rotes Kreuz (DRK)
Lottostiftung Berlin

Informationen und Materialien

Material auf Anfrage bei den Projektverantwortlichen oder info@migrationsdienste.org:

  • Rechtsgutachten zu EU-Aufnahmerichtlinien von Rechtsanwältin Anna Golze
  • Rechtsgutachten hinsichtl. erhöhter Leistungen f. besonders schutzbedürftige Flüchtlinge im Auftrag des ZFM im BZFO (Heute Zentrum ÜBERLEBEN)

Informationen zum aktuellen BNS-Projekt finden Sie hier.

 

Kontakt

Joachim Rüffer
Leitung

Karsten Feick
Sekretariat
info@migrationsdienste.org

Nadine Esmat
Projektkoordination

Marek Ikawy
Sozialarbeit

Noemi Majer
Projektkoordination/ Beratung

2017-10-09T14:23:33+00:00