Sich gemeinsam engagieren

Fragen an Auktionator David Bassenge

17.11.2022

Die Charity-Kunstauktion des Zentrum ÜBERLEBEN lebt von den vielen engagierten Menschen, die sie erst möglich machen. Neben dem ZÜ-Team, das viel Mühe und Liebe in die Organisation und Durchführung steckt, sind es vor allem unsere „artists with a mission“ und der Auktionator, die die Kunstauktion zu einem bunten und einzigartigen Erlebnis machen. Um Ihnen einen noch besseren Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen, stellen wir im Folgenden David Bassenge, unseren neuen „auctioneer with a mission“, etwas näher vor.

Herr Bassenge, was ist das Besondere an einer Charity-Auktion? Bereiten Sie sich auf eine solche Auktion anders vor?

David Bassenge: Das Schöne an einer Charity-Auktion ist, dass alle an einem Strang ziehen. Zwar befinden sich die Bieter:innen in einem Wettstreit um die einzelnen Stücke, am Ende gewinnt aber in jedem Fall der gute Zweck.
In der Vorbereitung unterscheidet sich eine Charity-Auktion nur dadurch, dass man nicht unbedingt davon ausgehen kann, dass alle Anwesenden schon Auktionserfahrung haben. Als Auktionator bringe ich dem Publikum die Stücke deshalb noch etwas näher, stehe den Interessierten hilfreich zur Seite und gebe zusätzliche Informationen. Eine entspannte und gelockerte Stimmung macht es insbesondere neuen Bieter:innen dann hoffentlich leicht, ins Geschehen einzusteigen.

Welche Rolle spielt das Publikum?

Das Publikum spielt selbstverständlich die Hauptrolle. Je mehr Freude und Elan die Bieter:innen während der Auktion an den Tag legen, desto spannender und erfolgreicher wird es am Ende für alle.

Worauf können sich die Kunstliebhaber:innen bei Ihnen freuen?

Ich trete hier natürlich in Nachfolge des wunderbaren Peter Raue in sehr große Fußstapfen und freue mich auf eine spannende Auktion in vorweihnachtlicher und humorvoller Atmosphäre.
Das Team und ich wollen alle Gäste, ob auktionserfahren oder ganz neu dabei, gleichermaßen mitnehmen und ich freue mich darauf, die Bietenden in ihren Geboten zu unterstützen. Schließlich soll am Ende eine möglichst hohe Summe stehen.

Hand aufs Herz: Mit welchen Tricks schaffen Sie es das Publikum zu noch höheren Geboten zu bewegen?

Wenn das Angebot und die Stimmung gut sind, ergibt sich das ganz von selbst. Gegen seinen Willen wird selbstverständlich niemand zu irgendetwas gebracht. Entscheidend ist, eine Atmosphäre zu schaffen, in der die Teilnehmenden das Auktionsfieber packt. Wenige Dinge sind spannender, als sich an einem Bietergefecht um ein begehrtes Stück zu beteiligen.

Wie viele Bilder haben Sie selbst schon ersteigert?

Da kommen schon so einige zusammen. Ich habe zwar auch immer wieder in Galerien und bei befreundeten Künstler:innen etwas erworben, aber das Erlebnis einer erfolgreichen Auktion ist eben etwas ganz Besonderes. Außerdem findet man hier oft Stücke, die es eben nirgendwo anders gibt und die schon lange nicht mehr auf dem Markt waren. Und manchmal macht man natürlich auch das ein oder andere Schnäppchen.

Was nehmen Sie sich für Ihre erste Auktion zugunsten der Arbeit im Zentrum ÜBERLEBEN vor?

Ich hoffe, dass wir eine tolle Veranstaltung mit einer großartigen Atmosphäre haben werden, bei der alle mit vollem Einsatz ein möglichst hohes Ergebnis erzielen. Gelohnt hätte es sich, wenn sich die Gäste danach gerne an das Ereignis zurückerinnern – ganz gleich, ob Sie nun ein Stück ersteigern konnten oder nicht. Und sie dann auch beim nächsten Mal wieder mit dabei sind!

Sie sind ein sozial engagierter Mensch. Was bewegt Sie dazu?

Mir haben in meinem Leben auch viele Menschen geholfen, ohne die ich nicht da wäre, wo ich bin. Ich finde es daher selbstverständlich, dass man, dort wo man es kann, andere unterstützt. Wenn sich alle gegenseitig etwas mehr helfen und weniger im Weg stehen würden, wären wir in vielen Bereichen schon sehr viel weiter. Es gibt aus meiner Sicht kein besseres Erlebnis, als mit anderen Menschen zusammen etwas Gutes zu tun.
Schon als Kind haben meine Eltern mir immer wieder vermittelt, dass unsere eigene Familie, mit unter anderem hugenottischen und jüdischen Wurzeln, wie so viele andere Berliner Familien auch, über die Generationen selbst verschiedene Flucht- und Vertreibungserfahrungen erlebt hat. Ohne die Hilfe von Mitmenschen hätte sie sich weniger gut zurechtfinden und integrieren können. Das ist eine wichtige Erfahrung. Gerade in einer Stadt wie Berlin, mit ihrer bewegten Geschichte und den vielen Menschen aus der ganzen Welt, ist es ein absolut notwendiger und wunderbarer Bestandteil des Zusammenlebens, sich gemeinsam dafür zu engagieren.

Mehr Informationen und Anmeldeoptionen Auf

www.ueberleben-charity.org